DER GRUNDGEDANKE

„Zusammen Leben“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Verein Grenzenlos und der gemeinnützigen Interface Wien GmbH, gefördert von der Stadt Wien, MA 17 – Integration und Diversität.

Integration ist ein Sozialisationsprozess, in welchem soziale Beziehungen und persönliche Kontakte zwischen Einheimischen (MentorInnen) und ZuwanderInnen (Mentees) wichtig sind, um die deutsche Sprache schneller und besser zu lernen, um in der neuen Heimat besser zu Recht zu kommen und neue Lebenserfahrungen zu sammeln. Gelungene Integration setzt eine positive Grundstimmung und Einfühlsamkeit voraus.

Das Projekt „Zusammen Leben“ will die einheimische Bevölkerung und ZuwanderInnen dazu motivieren und dabei unterstützen, auf persönlicher Ebene zur Integration beizutragen.

„MENTORiNNEN“ UND „MENTEES“

Über 100:100. In den ersten Jahren des Projekts (2010-15) konnten jährlich rund 15 Mentees 15 MentorInnen zur Seite gestellt werden, im Jahr 2015 stieg die Quota auf 27:27.

Mentees sind ZuwanderInnen und Asylberechtigte. Sie sind KlientInnen von Interface Wien – im Rahmen der Deutschkurse der Jugendbildungswerkstatt und der Startbegleitung für Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte. Über die Sozialberatung von Interface Wien haben sie von dem Programm „Zusammen Leben“ erfahren und konnten sich dafür anmelden.
Die bisherigen Mentees sind 16-42 Jahre alt und kommen vorwiegend aus Pakistan, Afghanistan, Iran, Irak, Syrien, Eritrea, Somalien, Nigerien, Kaukasus- und Balkanländern.

MentorInnen sind ehrenamtliche Integrations-BetreuerInnen für ZuwanderInnen und Asylberechtigte. Die MentorInnen wurden vom Verein Grenzenlos gesucht und ausgebildet. Viele haben selbst langzeitige Auslandserfahrung und kennen die Herausforderungen kultureller Integration aus eigener Anschauung.

WIE FUNKTIONIERT MENTORSHIP?

Die betreute Programmperiode dauert von Frühjahr (MentorInnen-Training) bis Herbst (Auswertung). MentorInnen und Mentees werden motiviert, über die betreute Phase hinaus miteinander in Kontakt zu bleiben. Bei Bedarf können sie auch dann auf die Unterstützung von Grenzenlos zurückgreifen.

  1. Interface Wien informiert seine KlientInnen über das Programm und vermittelt die Interessierten als Mentees an Grenzenlos.
  2. Grenzenlos sucht interessierte Mentor_innen für die Mentees und bereitet sie auf ihre Rolle vor.
  3. MentorInnen und Mentees lernen einander bei einer von Grenzenlos moderierten Einführungsveranstaltung kennen und teilen einander bei dieser Gelegenheit selbst zu. Solche Veranstaltungen finden etwa einmal pro Monat statt.
  4. Die Beziehung zwischen MentorIn und „Mentee“ ist weitgehend informell: sie besteht etwa in der Bekanntmachung mit dem eigenen Freundeskreis, Mitgehen bei Amtswegen, gemeinsamer Freizeitgestaltung.
  5. Die Kontakte finden regelmäßig, etwa alle 1-2 Wochen, statt. Sie können sich aber auch intensiver gestalten.
  6. Grenzenlos bietet als Rahmenprogramm Beratung, Betreuung und bedarfsweise Supervision an.